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Marktausblick

Jeder Anlagezyklus hat seine spezifischen Merkmale. Während der letzte Zyklus von 2002 bis 2008 durch ein global synchrones und kräftiges Wachstum gekennzeichnet war, verläuft die wirtschaftliche Erholung seit der Finanzkrise von 2008 unterdurchschnittlich. Das zentrale Thema des aktuellen Konjunkturzyklus bleibt tatsächlich ein lediglich verhaltenes Wachstum, welches teilweise durch demographische Faktoren (Alterung der Gesellschaft), v.a. aber durch wenig Fortschritte bei der Produktivität bedingt ist. Letzteres ist ein globales Phänomen mit wenigen Ausnahmen, so etwa Spanien und Indien, welche ihre Wirtschaften dereguliert haben. Ohne bahnbrechende Innovationen oder Reformen dürfte das Wirtschaftswachstum schwächer als in der Vergangenheit bleiben.

Während kein erkennbarer Zusammenhang zwischen dem zyklischen Verhalten einer Wirtschaft und dem Potenzialwachstum besteht, ist letzteres ein wesentlicher

Einflussfaktor für das Zinsniveau. Wenn das Potenzialwachstum langfristig auf dem aktuellen Niveau bleibt, was unserem Basisszenario entspricht, dann werden die Zinsen für längere Zeit auf einem strukturell tiefen Niveau verharren. Aber auch bei tiefem Wachstum sind die Zinsen selbstverständlich positiv (was somit mittelfristig auch in der Schweiz und der Eurozone zu erwarten ist). An den Aktienmärkten sprechen interessante Dividenden- und Free-Cash-Flow-Renditen auch bei etwas weniger Wachstum als üblich (Wirtschaft, Unternehmensgewinne) für einen positiven Ertragsausblick.

Wir sind somit überzeugt, dass mit Unternehmensanleihen und Qualitätswerten im Aktienbereich – Unternehmen mit einer soliden Marktposition, hohen Margen und einer geringen Verschuldung – in den kommenden Jahren eine positive Rendite erwirtschaftet werden kann.

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